Superstar „AMANDA“

Wenn das Publikum schon zur Pause vor Begeisterung tobt, müssen besondere Bühnenkünstler dafür verantwortlich sein. Sebastian Reich und seine AMANDA, die Lieblinge aus „Fastnacht in Franken“, starteten in der ausverkauften Paul-Metz-Halle eine wahre Lachoffensive.

Sebastian Reich & Amanda

Nilpferddame Amanda ist von Anfang an der Star des Abends. Kaum betritt Bauchredner Sebastian Reich mit seiner Bühnenpartnerin die Bühne, tobt das Publikum, darunter an diesem Abend auch viele Kinder.

„Glückskeks“ heißt die aktuelle Bühnenshow, gemeint sind damit die kleinen süßen Gebäckstücke, in denen ein Zettel mit einem Sinnspruch steckt. Als die Beiden über die Sinnhaftigkeit dieser Sprüche philosophieren, beginnt das erste Rededuell und eine Pointe jagt die andere.

 

Einen Superauftritt legte Reich auch mit seiner neuen Bühnenfigur hin: dem glücklosen Marzipanschwein namens Pig Nick. Es wurde fünf Monate nach Silvester preisreduziert. Doch selbst da wollte es niemand haben. Schließlich klaute ein Dieb das Marzipanschwein. Der Langfinger wurde überfahren. Pig Nick kam nach Berlin, um dem Flughafen Glück zu bringen, wurde dann nach Würselen an den SPD-Kanzlerkandidaten verschenkt, kam schließlich in die Dieselabteilung von VW nach Wolfsburg. Doch immer wieder hat es versagt. Nicht mal Greuther Fürth wollt das Glücksschwein haben.

 

Ebenfalls neu ist der Bühnenpartner „Amor“, ein abgestürzter Liebesengel, dessen Liebespfeile einfach nicht treffen wollen. Er leidet außerdem unter der Internet-Konkurrenz wie „Paarship“ und Co. Schlagfertig, souverän und pointiert kommuniziert Sebastian Reich mit dem Publikum. Er holt ein kleines Mädchen auf die Bühne, die sich auf den anfangs ausgefüllten „Glückwunsch-Karten“ ein Selfie mit Amanda gewünscht hat. Sehr sympathisch kommt das rüber.

 

So ganz eindeutig war an diesem Abend die lebensphilosophische Frage nach dem Glück zwar nicht zu klären. In dieser „Glückskeks-Show“ war aber auf alle Fälle die richtige Sprüche-Sammlung mit dabei, um einen ganzen Saal zum Jubeln zu bringen. Was für ein Glück aber auch.

 

Fotos (Werner Schieche) von Sebastian Reich, Amanda und Kollegen sehen Sie hier.

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