Oh wie herrlich ist das Leben

Couplet-AG in der Paul-Metz-Halle 2021

Die Couplet-AG präsentierte in der Paul-Metz-Halle einen Querschnitt ihres 25-jährigen Bühnenschaffens mit Musikkabarett der bayerischen Art, witzig, deftig und bissig.

 

Das Quartett hatte an diesem Abend ihr gesamtes Repertoire mitgebracht, das sie zu einem der erfolgreichsten Musik- und Polit-kabarettgruppen in diesem Lande machte. Am laufenden Band gab es Pointen, Sketche, Musik und Klamauk. Letzteres, wenn Bianca Bachmann in verschiedene Rollen schlüpfte und als Fußballspieler-Frau, als Gabi von der Elvira-Kuppel GmbH, oder als russisch-rassige Olga von der Wolga zu sehen war.

 

Echte Satire ist dagegen angesagt, wenn Jürgen Kirner, kreativer Kopf der Gruppe, masochistischen Neigungen nachgeht und beim Lied „Geh peitsch‘ mi“ von Domina Bianca mit der Gerte traktiert wird, oder als „Rasso vom Inkasso“ mit gebrochenem Dialekt auf eine zweifelhafte Karriere als Geldeintreiber zurückblickt. Aber auch die Volkssänger-Szene kommt nicht zu kurz: Kirner erinnert an Karl Valentin, der viele Couplets geschrieben hat, die meisten aber ohne musikalische Noten. Das besorgt dann Akkordeonist Bernhard Gruber, der zusammen mit Berni Filser an der Gitarre die Valentin-Verse musikalisch unterlegt: „So amüsiert sich jeder, so guad a jeder kann“, singt das amüsierte Publikum den Refrain im Chor mit.

 

Zum Abschluss eines kurzweiligen Abends darf dann natürlich das Lied nicht fehlen, dass immer zu hören ist, wenn die Couplet-AG in der BR-Fernsehsendung „Brettl-Spitzen“ zu sehen ist: „Oh wie herrlich ist das Leben“. Und hier stimmt das Publikum mit vollem Herzen ein.

 

Die Bilder der Veranstaltung sehen Sie hier

(Fotos: Werner Schieche)

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