Neujahrskonzert zum Auftakt

Seit zwanzig Jahren unternimmt die Ungarische Kammerphilharmonie eine Neujahrskonzerttournee durch Österreich, Deutschland und der Schweiz und gastierte in diesem Jahr auch in der Zirndorfer Paul-Metz-Halle.

Neujahrskonzert 2020

Gegründet wurde das Ensemble 1990 von Antal Barnás, der auch heute noch das Orchester leitet und dirigiert. Der Maestro sorgte darüber hinaus mit witzigen Anekdoten aus der Welt der klassischen Musik für so manchen Publikumslacher. Das 25-köpfige Orchester trumpfte in der Bibertstadt mächtig auf und präsentierte dabei ein Programm aus imposanten Ouvertüren, lebhaften Polkas und natürlich romantischen Walzerklängen. Für die solistischen Gesangseinlagen sorgte die Sopranistin Katerina Beranova sowie Tenor Claus Durstewitz. Hier überzeugte vor allem die Tschechin Beranova, die bereits auf mehrmalige Engagements bei den Bayreuther Festspielen zurückblicken kann und schon mit Placido Domingo auf der Bühne stand. Kein Wunder, denn ihre ausdrucksstarke Sopranstimme hielt selbst bis zum hohen D, sie schmeichelte, kokettierte, und ihre Koloraturen gelangen bravourös.

 

Nach einem zweistündigen Programm, das durch die Epoche der Wiener Klassik und der frühen Romantik führte, durfte zum Abschluss der Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ „die heimliche Hymne der Alpenrepublik“, wie Barnas schmunzelnd verriet, sowie der Radetzky-Marsch natürlich nicht fehlen. Den umjubelnden Abschluss zeigte allerdings der erste Geiger des Orchesters, Nyári László, beim Csárdás von Vittorio Monti, mit musikalischer Glut und viel Temperament vorgetragen. Der Beifall war redlich verdient.

 

Fotos (Werner Schieche) vom Neujahrskonzert in der Paul-Metz-Halle sehen Sie hier

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