Hausdokumentation - Spitalstr.2
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Kartonagenfabrik, um 1920
Lebensmittelladen, 1950er Jahre
Radiogeschäft, 1970er Jahre
Museum Zirndorf, 1995
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Aufgrund einer dendrochronologischen Untersuchung lässt sich die Erbauungszeit des schmuckvollen Fachwerkhauses die Mitte des 17. Jh. datieren. Wer der Bauherr war ist leider nicht überliefert. Allerdings ist bekannt, dass sich hier im 17. Jh. das Gasthaus "Zum Hirschen" befand und es als bessere Herberge galt. Den Beinamen "Glockengießerhaus" erhielt das Anwesen durch den Glockengießer Wolfgang Roth, der im Jahr 1663 aus Ansbach nach Zirndorf gerufen wurde, um die dritte Glocke für die St. Rochuskirche herzustellen. Während seines Aufenthaltes war er im Gasthaus "Zum Hirschen" untergebracht. Bereits im 19. Jh. erhielt das Gebäude im Westen und Süden Anbauten. Ebenfalls im 19. Jahrhundert, im Jahr 1869, eröffnete Hermann Michel im westlichen Teil des Gebäudes die erste Apotheke in Zirndorf. Teile des Hauses, vor allem das Obergeschoss, wurden immer wieder zu Wohnungen umgebaut. Bei diesen zahlreichen Umbaumaßnahmen wurde die ursprüngliche Fassaden- und Grundrissgestaltung stark verändert. In den Gemeindebüchern finden sich vers. Belege für die wechselvolle Geschichte des Hauses, in dem bspw. 1913 die Kartonagenfabrik Scheidler eingerichtet wurde. In den 1950/60er Jahren zogen ein Lebensmittelladen und schließlich ein Radiogeschäft ein. Als dieses seinen Verkauf einstellte, übernahm die Stadt Zirndorf im Jahr 1989 das Anwesen Spitalstr. 2 und ließ es vorbildlich renovieren, um es für Museumszwecke nutzbar zumachen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das Haus durch den Bezirk Mittelfranken als vorbildliches Beispiel einer Altbausanierung prämiert.
Im Oktober 1995
wurde hier das Städtische Museum eröffnet.
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