Glänzende Aussichten
Modeschmuck vom Kaiserreich bis zur Wirtschaftswunderzeit
_______16. Dezember 2006 - 25. Februar 2007 _______
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Brillanter Schmuck und fantasievolle Accessoires aus unedlen Materialien zu kleinen Preisen, für viele Frauen erschwinglich, das war und ist das ökonomische Erfolgsgeheimnis des Modeschmucks. Bis in die 1920er Jahre hinein von weiten Teilen der Gesellschaft als „Dienstmädchenschmuck“ verpönt, wurde er u.a. durch die Modeschöpferin Coco Chanel gesellschaftsfähig gemacht. Filmschauspielerinnen wie Marlene Dietrich und Greta Garbo machten Glasschmuck in den 1930er Jahren, vor allem den brillant funkelnden Strass, zu einem begehrten und weit verbreiteten Modeaccessoire. Die zahlreichen kostbaren Objekte der Ausstellung geben ein funkelndes Bild über die 100-jährige Geschichte der „falschen Juwelen“. Faszinierende Schmuckstücke wie Colliers, Armbänder, Ringe, Ohrringe, Broschen u.v.m., wurden von Frauen zu den verschiedensten Anlässen und in unterschiedlichen Modeepochen getragen. Bei den hochwertigen Imitationen aus Strass, Metall oder den Kunststoffen Galalith und Bakelit handelt es sich u.a. um Stücke der berühmten Schmuckfabriken Fahrner aus Pforzheim und Bengel aus Idar-Oberstein sowie um Bijouterieware amerikanischen Hersteller. Aus der nordböhmischen Stadt Gablonz, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das wichtigste Zentrum des Modeschmucks in Europa war, werden atemberaubende Kreationen präsentiert. Nicht nur weibliche Besucher und Sammler werden von dem Funkeln und Glitzern der erlesenen und seltenen Schmuckstücke fasziniert sein.
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