GERD DOLLHOPF
Toscana RealSurreal 25. September - 31. Oktober 2004
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Der Fotograf Gerd Dollhopf sucht nicht nach hinlänglich bekannter Schönheit, sondern viel mehr nach Wahrheit in den Regionen, die er bereist. So auch in der Toscana. In seinen Bildern sind viele Aspekte zu sehen, die das moderne Leben und der heutige Tourismus auch dort mit sich bringen und den „Ist-Zustand“ zeigen. Bildkonstellationen entstehen nicht nur aus dem rhythmischen Zusammenspiel von Berglinien und Feldflächen, knorrigen Olivenbäumen und verwinkelten Feigenästen, sie können ebenso gestaltet sein durch schreiend buntes Kinderspielzeug am Strand, die bereits schon zerstörte Werbetafel vor dem neu errichteten „Motel Michelangelo“ sowie durch die Türme der qualmenden Industrieanlage von Piombino im Abendlicht. Auch Menschen, ob Einheimische oder Touristen, der italienische Gigolo oder der herausgeputzte Carrabinieri tauchen in dem Bilderbogen „Toscana RealSurreal“ auf und bereichern ihn um einen wesentlichen Faktor.Die beiden Aspekte des „übernatürlich Schönen“ - in diesem Falle des Surrealen - und des ebenso real existierenden und meist vom Menschen in diese Landschaft Eingebrachten, sind heute untrennbar miteinander verwoben. Dementsprechend zeigt die Ausstellung des Zirndorfer Museums Colorfotografien, die beide Themen beinhalten, mit einer leichten Dramaturgie und Gewichtung. Gerd Dollhopf wurde 1963 in Amberg geboren. Von 1982 bis 1987 studierte er an der Fachhochschule für Fotodesign in Dortmund. Zwei Jahre später begann er ein Grafikdesign Studium an der Nürnberger Akademie für Bildende Künste bei den Professoren Schillinger und Berndt, das er 1994 mit Auszeichnung abschloss. Bereits seit 1987 ist er in Nürnberg als Profifotograf in vielen Feldern der Fotografie unterwegs. Künstlerische Fotografie aus dem weiten Spannungsbogen von Architektur bis Akt, Industriefotografie bis zum Portrait oder Reisefotografie bis hin zu Panoramen in Schwarzweiß waren Themen, die in Nürnberg, aber auch in internationalen Ausstellungen präsentiert wurden.
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